27.02.2026
Hohenstein prüft Textilien im Boden
Nicht wenige Textilien oder deren Bestandteile landen nach ihrer Nutzung im Erdboden. Wie sie dort auf die Umwelt einwirken ist für ihre Nachhaltigkeit wichtig. Hohenstein hat daher ein neues Testverfahren entwickelt, um entsprechende Details zu überprüfen. Dies soll Kunden des Hauses helfen, Textilien umweltfreundlicher zu gestalten.
Juliane Alberts, Projektleiterin bei Hohenstein: „Textile Fasern und Fragmente gelangen nicht nur beim Waschen, sondern auch beim Tragen in die Umwelt. Mit der DIN SPEC 19296 können wir erstmals unter realitätsnahen Bedingungen prüfen, wie sich verschiedene textile Fragmente im Boden verhalten. So machen wir ein unsichtbares Thema sichtbar und liefern einen Mehrwert für die Entwicklung nachhaltigerer textiler Produkte.“
Untersuchung läuft 180 Tage lang
Das neue Verfahren ist öffentlich zugänglich und wurde zusammen mit Industriepartnern entwickelt. Laut Hohenstein ist es das erste Verfahren bzgl. Abbaubarkeit und Verträglichkeit von Textilien im Erdboden. Dafür wird eine standardisierte Prüfumgebung mit genau festgelegter Erdzusammensetzung und Klimabedingungen 180 Tage lang eingesetzt und beobachtet.
Kressesamen und Regenwürmer zeigen, wie ein Textil und dessen Rückstände auf Pflanzen und Tiere wirken. Die Messung von Sauerstoff, den Mikroorganismen bei der Bearbeitung der Testobjekte verbrauchen, erlaubt ebenfalls Rückschlüsse auf die Dauer der Zersetzung.
Medizinprodukte ebenfalls Teil des Angebots
Hohenstein baut seine Prüfdienstleistungen kontinuierlich aus. So darf das Unternehmen seit letzten Sommer auch Medizinprodukte unter die Lupe nehmen.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden