01.09.2026
Kosten in der Textilpflege sinken leicht
Der DTV hat seinen jüngsten Kostenindex veröffentlicht. Demnach gab es einen leichten Rückgang im 2. Quartal dieses Jahres gegenüber dem 1. Quartal. Er fiel auf 134,3 Punkte - und damit 1,5 Punkte. Gegenüber dem Basisjahr 2021 beträgt der Kostenanstieg jedoch noch 34 Prozent.
Ein wichtiger Grund für die Entwicklung liegt in den Energiekosten. Selbige sanken von 158,1 Punkten in den ersten 3 Monaten dieses Jahres auf 142,2 Punkte im Sommer. Der DTV gibt jedoch zu bedenken: „Ein Aufflammen des Konfliktes in der Straße von Hormus führt immer wieder zu kurzfristigen Kostensprüngen, während ein Abebben zu einer Entspannung der Energiemärkte führt. Dadurch war die Energiekostenentwicklung der vergangenen Monate von Volatilität geprägt. Von einer kurzfristigen Entspannung der Energiepreise ist aber nicht auszugehen.“
Personalkosten bleiben hoch
Ebenfalls hoch bleiben die Personalkosten aufgrund von Tarifgehältern und Empfehlungen für die Textilpflege-Branche. 132 Punkte beträgt deren Wert. Als Mindeststundenlohn empfiehlt der DTV seid Januar 14,30 Euro. Weitere Kostensteigerungen werden jetzt ab diesem Monat erwartet.
Ein anderer Kostentreiber findet sich bei Textilien - im Textilservice - und der Waschchemie. Für Textilien legte der Teilkostenindex leicht zu (von 125,8 auf 127,7 Punkte). Sowohl die Preise importierter als auch in Deutschland produzierter Textilien legten zu. Gewerbliche Waschmittel fallen mit 140,1 Punkten wiederum nur geringfügig unter den Höchstwert Ende 2023, der 142,9 Punkte betrug.
Finanzierungskosten belasten Branche
Die hohen Finanzierungskosten belasten die Branche weiterhin und betrugen im Juni 277,8 Punkte. „Das hohe Zinsniveau wirkt sich spürbar auf Investitionsentscheidungen aus und führt dazu, dass Unternehmen Vorhaben besonders sorgfältig kalkulieren müssen. Auch eine zurückhaltendere Kreditvergabe durch Banken verstärkt diese Entwicklung“, so der DTV.
Der Verband erwartet in den kommenden Monaten keine umfangreiche Verbesserung. „Vielmehr könnten angekündigte Lohnerhöhungen sowie geopolitische Risiken zusätzlichen Kostendruck erzeugen.“
Stimmung zurückhaltend
Auch die Stimmung in den Betrieben ist angeschlagen. So bewerten in der jüngsten Geschäftsklima-Umfrage des DTV nur noch 40 Prozent der Befragten ihre Erwartungen als gut oder sehr gut.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden