WRP - 9/22

Phosphor einfacher aus Abwasser entfernen

Phosphor im Abwasser kann die Umwelt belasten. Bisherige Verfahren zur Entfernung des Stoffes funktionieren jedoch nur bis 25° C gut. An der Nanyang Technological University in Singapur haben Forscher daher ein neues Verfahren entwickelt, dass bei höheren Temperaturen als bisher eingesetzt werden kann.

Das neue Verfahren wurde bereits bei 30 und 35° C erprobt und entfernte Phosphor zuverlässig. Angesichts steigender Temperaturen durch den Klimawandel sehen die Forscher künftig mehr Staaten, wo diese Temperaturen vorkommen werden.

Bakterien verrichten die Arbeit

Anders als bisherige Methoden kommen dafür keine Chemikalien zum Einsatz. Stattdessen nutzen die Fachleute Bakterien. So soll auch der bisher übliche, gesundheitsschädliche Klärschlamm vermieden werden.

Künftig wollen die Forscher das neue Verfahren weiter verbessern. Auch für die Gewinnung und Lagerung von Phosphor ist die Methode denkbar. Einige Fachleute fürchten, dass die Phosphorvorkommen in den nächsten 50 bis 100 Jahren erschöpft sein könnten. Den Stoff aus Abwasser zu gewinnen wäre dann eine mögliche Alternative.

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