14.01.2026
Brand verwüstet Wäscherei Himmelsthür
Ein Großbrand hat die Wäscherei Himmelsthür in Sorsum/Hildesheim verwüstet. Das Feuer brach am 5. Januar gegen 20 Uhr aus. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt, ebenso wie die Brandursache.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von mehr als 100 Einsatzkräften an. 90 Mitarbeiter der Spätschicht befanden sich beim Ausbruch des Feuers im Betrieb, konnten das Gebäude aber rechtzeitig verlassen. Zwei wurden vom Rettungsdienst untersucht, eine kam wegen Verdacht einer leichten Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.
Nachlöscharbeiten dauerten bis in den folgenden Tag an. Grund dafür waren Gitterboxen mit Wäsche, die sich teilweise zeitversetzt entzündete. Ein Übergreifen auf nahe Wohnhäuser, in denen Menschen mit Behinderungen wohnen, fand nicht statt. In der inklusiven Wäscherei arbeiten sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderungen zusammen.
Wäscherei: „Wir sind handlungsfähig“
„Dieses Ereignis stellt für uns alle eine tiefe Zäsur dar und hat uns menschlich wie organisatorisch stark getroffen“, schreiben Marco Conforto und Carsten Giesemann aus der Geschäftsführung. „Viele von uns haben an diesem Tag nicht nur ihren Alltag und ihre Sicherheit verloren, sondern auch ein Zuhause.“
Weiter heißt es: „Wir sind handlungsfähig. Und wir gehen diesen Weg gemeinsam. Gemeinsam mit unserem Team, unseren Gesellschafterinnen und Gesellschaftern sowie unseren Lieferpartnerinnen und Lieferpartnern.“
Sitex übernimmt Wäsche
Laut der Wäscherei zeigen viele Kunden Verständnis für die schwierige Lage.
Sitex, seit gut einem Jahr Mehrheitseigner, übernimmt deren Wäsche bis auf weiteres. „Viele aus unserem Team arbeiten vorübergehend an anderen Standorten, teilweise in Nachtschichten, mit enormem Einsatz, großer Flexibilität und hohem Verantwortungsbewusstsein.“
Die Expedition und Bearbeitung der Bestellungen bleiben bei Himmelsthür. In einer angemieteten Halle werden die Organisation und Bestellung der Wäsche durchgeführt. Die Wäscherei gehört zur Diakonie Himmelsthür. Über 360 Mitarbeiter kümmern sich täglich um bis zu 40 Tonnen Wäsche.
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